Dienstleistungskunst und Produzentenstolz ;-)
Eingestellt von: SH • Jun 11th, 2010 • Kategorie: Fokusgruppe
Was kann man vom künstlerischen Handeln für die Dienstleistung lernen? Dieser Frage stellt sich das Projekt KUNDIEN, das ebenfalls im Rahmen der BMBF-Bekanntmachung “Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit” gefördert wird. Die zentrale These des Projekts lautet: “Die eigenständige Professionalität der Dienstleister ebenso wie die Qualität der Dienstleistungen hängen davon ab, ob die Dienstleister fähig sind, sich auf offene, unsichere Situationen einzulassen und sie zu bewältigen.”
Am 7. und 8. Juni gab es auf der Fachtagung “Dienstleistung als Kunst” Gelegenheitenheit, sich über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren. Von Michael Brater (Alanus Hochschule) wurden Erkenntnisse zu den künstlerischen Handlungsmustern vorgestellt. Hans Pongratz (LMU) skizzierte seine Überlegungen zu einer Theorie der Dienstleistungsarbeit. Jost Wagner, Claudia Munz und Elisa Hartmann (VAB) gaben, gemeinsam mit den betrieblichen Partnern, Einblicke in die Fragestellungen und Lösungsansätze in den beteiligten Unternehmen. Das Format der Tagung war ungewöhnlich und inspirierend. Die Teilnehmer konnten, angeleitet durch die Künstler und Dozenten der Alanus Hochschule, in unterschiedlichen Bereichen selbst (erste) künstlerische Erfahrungen machen, um anschließend das eigene Handeln vor dem Hintergrund der Übertragbarkeit auf die Dienstleistungsarbeit zu reflektieren. Für Außenstehende vermutlich nicht so leicht nachvollziehbar, stellte sich beim einen oder anderen Dienstleistungsforscher dann auch fast so etwas wie “Produzentenstolz” ein. :-)
Wer es nicht zur Tagung geschafft hat: Informationen zum Projekt und zu der Veranstaltung gibt es auf den Seiten des KUNDIEN-Projekts: www.dienstleistungskunst.de