Es ist soweit. Am 30. und 31. Mai präsentieren die Projekte des Förderschwerpunkts “Dienstleistungsqualität durch professionelle Arbeit” in Leipzig ihre Ergebnisse. Vier der acht Foren werden von den Verbünden der Fokusgruppe 2 “Wertschätzung und Produzentenstolz” (LEA, BiS, KunDien, PflegeWert, PIA, PRIDE, ProWert) inhaltlich gestaltet:
Das
Forum 2 “Unverzichtbar, aber unsichtbar: Zur Wertschätzung von Dienstleistungsarbeit im Hintergrund”, moderiert von Wolfgang Dunkel (ISF München), zeigt an verschiedenen Beispielen auf, dass wir als Außenstehende bei Dienstleistungen oft nur die Spitze des Eisbergs sehen können. Viele Leistungen sind verborgen und müssen vielleicht auch im Hintergrund bleiben. Gemeinsam mit Praktikern wird diskutiert, welche Möglichkeiten es für Unternehmen dennoch gibt, den Arbeitsleistungen ihrer Beschäftigten mehr Wertschätzung zu verschaffen.
Forum 4 “Wertschätzung in der Pflege”, moderiert von Paul Fuchs-Frohnhofen (MA&T), stellt die provokante Frage, ob wir die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit eines gesellschaftlich so bedeutenden Bereichs wie der Pflege verlieren, wenn es uns nicht gelingt, eine neue Wertschätzungskultur zu entwickeln. Vier Verbünde stellen neben ihren Projektergebnissen ein gemeinsam erarbeitetes Memorandum vor, das Politik und Gesellschaft, Verbände und Unternehmen in die Pflicht nimmt, den negativen Auswirkungen mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung der Pflegefacharbeit entgegen zu wirken.
Forum 6 “Dienstleistung und Emotion”, moderiert von Andrea Fischbach (DHPol), beleuchtet die emotionalen Aspekte qualifizierter Dienstleistungsarbeit. Drei Vorhaben berichten von ihren Ansätzen und Erkenntnissen zu den Fragen: Welche Rolle spielen Emotionen auch bei scheinbar wenig sentimentalen Dienstleistungen wie dem Einzelhandel? Wie entsteht und wirkt Mitarbeiterstolz? Wie kann vor diesem Hintergrund eine wertschätzungsorientierte Personal- und Organisationsentwicklung aussehen?
Das Forum 8 “Wertschätzung, Wertschöpfung und Innovation”, moderiert von Walter Ganz (Fraunhofer-IAO), zeigt, dass das Thema Wertschätzung inzwischen längst in Branchen angekommen ist, in denen man dies vielleicht nicht vermuten würde. Es stellen sich zwei Unternehmen vor, die in ihren Projekten jeweils recht ungewöhnliche Wege gegangen sind, um zu einer neuen, besseren Form der Zusammenarbeit mit Kunden und Kollegen zu finden. Die Beispiele zeigen, dass die Beschäftigung mit “Soft Facts” keine Sozialromantik ist, sondern zum Schlüssel wird, um sich im harten Wettbewerb zu behaupten.
Treffen Sie uns in Leipzig (wieder) und freuen Sie sich auf spannende Beiträge und anregende Diskussionen!